Schweißanweisung (WPS)

Schweißanweisungen (WPS) erstellen lassen

Die Schweißanweisung ist das Bindeglied zwischen der qualifizierten Verfahrensprüfung und dem, was in der Werkstatt tatsächlich passiert. Sie legt fest, wie geschweißt werden soll. Ob die festgelegten Vorgaben in der Fertigung tatsächlich eingehalten wurden, ist durch die jeweiligen Fertigungs- und Qualitätsnachweise beziehungsweise die Überwachung zu dokumentieren.

Ich erstelle Schweißanweisungen, die zur vorhandenen Verfahrensprüfung passen, den Geltungsbereich sauber abdecken und in der Fertigung anwendbar sind.

  • Abgeleitet aus der WPQR
  • Geltungsbereich geprüft
  • In der Werkstatt anwendbar
  • Nach DIN EN ISO 15609-1
Inhalt

Was in einer normgerechten Schweißanweisung steht

Grundlagen

  • Schweißverfahren nach DIN EN ISO 4063
  • Grundwerkstoff und Werkstoffgruppe
  • Blechdicke, Rohrdurchmesser, Geltungsbereich
  • Bezug zur zugrunde liegenden WPQR

Ausführung

  • Nahtart, Nahtvorbereitung und Fugenform
  • Schweißposition
  • Lagenaufbau und Lagenfolge
  • Zusatzwerkstoff und Schutzgas

Parameter

  • Stromstärke, Spannung, Polung
  • Schweißgeschwindigkeit und Streckenenergie
  • Vorwärm- und Zwischenlagentemperatur
  • Nachbehandlung
Häufige Fehler

Woran Schweißanweisungen in der Praxis scheitern

Kein Bezug zur WPQR

Die WPS existiert, aber die Verfahrensprüfung deckt sie nicht ab — oder es gibt sie gar nicht.

Zur Verfahrensprüfung →

Geltungsbereich überschritten

Gefertigt wird in einer Dicke, Position oder Werkstoffgruppe, die von der Qualifizierung nicht gedeckt ist.

Zu allgemein gehalten

Eine WPS für alles ist eine WPS für nichts. Parameter müssen so eng sein, dass sie führen, und so weit, dass sie praktikabel bleiben.

Nicht in der Werkstatt

Die Anweisung liegt im Ordner im Büro. Am Arbeitsplatz kennt sie niemand.

Nicht fortgeschrieben

Werkstoff, Zusatzwerkstoff oder Schutzgas wurden gewechselt, die WPS blieb unverändert.

Ohne Verantwortlichen

Es fehlt die Freigabe durch eine benannte Schweißaufsichtsperson.

Zur Schweißaufsicht →
Ablauf

Wie ich vorgehe

  1. BestandsaufnahmeWelche Nähte fallen an, in welchen Werkstoffen, Dicken und Positionen? Welche WPQR liegen vor?
  2. AbgleichPrüfung, welche Nähte durch vorhandene Verfahrensprüfungen gedeckt sind und wo eine Lücke besteht.
  3. ErstellungAusarbeitung der Anweisungen nach DIN EN ISO 15609-1 mit vollständigem Geltungsbereich.
  4. EinführungÜbergabe in der Fertigung, Kennzeichnung am Arbeitsplatz, Klärung offener Fragen mit den Schweißern.
Rolle

Wenn die WPS im laufenden Betrieb angewendet werden soll

Auf dieser Seite geht es um die Erstellung und die sachverständige Prüfung von Schweißanweisungen. Sollen WPS dagegen fortlaufend in der Fertigung erstellt, gepflegt und im Ablauf angewendet werden, geschieht das im Rahmen der externen Schweißaufsicht im Betrieb.

Kontakt

Schweißanweisungen anfragen

Nennen Sie mir Werkstoffe, Dicken, Nahtarten und vorhandene Verfahrensprüfungen. Daraus ergibt sich, wie viele Anweisungen tatsächlich nötig sind.

Cemal Seker, M.Eng. | IWE
Sachverständigenbüro
An der Allee 148
55122 Mainz

info@metall-sv.de

Von der Handwerkskammer Rheinhessen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Metallbau, Konstruktionstechnik.