Schweißtechnisches Gutachten

Schweißtechnisches Gutachten für Bau, Industrie und Fertigung

Schweißverbindungen tragen. Schon eine unzureichende Nahtvorbereitung, eine falsche Wärmeführung oder eine nicht passende Schweißfolge kann zu Rissen, Undichtigkeit oder zum Verlust der Tragfähigkeit führen.

Als Schweißfachingenieur (IWE) mit ZfP-Qualifikation nach DIN EN ISO 9712 bewerte ich Nahtqualität, Fehlerarten und Dokumentation — am Bauteil und in den Unterlagen.

  • Nahtbewertung nach DIN EN ISO 5817
  • Sicht- und Eindringprüfung (VT / PT)
  • WPS und WPQR
  • DIN EN 1090 und ISO 3834
Schweißnaht an einem Edelstahlrohr während der Prüfung
Aufnahme aus der eigenen Sachverständigenpraxis.
Prüfumfang

Was am Bauteil und in den Unterlagen geprüft wird

Naht

  • Nahtform, Nahtdicke und Überhöhung
  • Einbrandkerben, Poren, Bindefehler, Risse
  • Zulässigkeit nach Bewertungsgruppe DIN EN ISO 5817
  • Bei Aluminium nach DIN EN ISO 10042

Verfahren

  • Schweißverfahren und Zusatzwerkstoff
  • Wärmeführung, Vor- und Zwischenlagentemperatur
  • Schweißfolge und Verzug nach DIN EN 1011

Dokumentation

  • Schweißanweisung (WPS) und Verfahrensprüfung (WPQR)
  • Prüfbescheinigungen der Schweißer
  • Werkstoffnachweise und Rückverfolgbarkeit
  • Konformität nach DIN EN 1090 und DIN EN ISO 3834
Fehlerbilder

Was in der Praxis am häufigsten auffällt

Bindefehler und Poren

Meist Folge von Nahtvorbereitung, Verunreinigung oder falscher Stromstärke. Erkennbar in der Sichtprüfung, nachweisbar über Eindringprüfung oder Ultraschall.

Risse

Heiß- und Kaltrisse, oft an Nahtübergang oder Endkrater. Erfordern die Betrachtung von Werkstoff, Wärmeführung und Einspannung zugleich.

Unzulässige Nahtgeometrie

Zu geringe Nahtdicke, Kantenversatz, unvollständige Wurzelerfassung. Hat unmittelbare Folgen für die Tragfähigkeit.

Fehlende Dokumentation

Keine WPS, keine gültige WPQR, keine Schweißerprüfbescheinigung. Ein häufiger und meist vermeidbarer Mangel.

Falscher Zusatzwerkstoff

Besonders bei Mischverbindungen und bei Edelstahl. Führt zu Korrosion und zu unerwarteten mechanischen Eigenschaften.

Verzug

Folge ungünstiger Schweißfolge oder fehlender Vorrichtung. Wirkt sich auf Passgenauigkeit und Montage aus.

Vorgehensweise

Wie ich vorgehe

  1. UnterlagenZeichnungen, Schweißplan, WPS und WPQR, Werkstoffnachweise, Prüfbescheinigungen.
  2. SichtprüfungPrüfung der zugänglichen Nähte nach DIN EN ISO 17637 mit Maßaufnahme und Fotodokumentation.
  3. EindringprüfungFarbeindringprüfung nach DIN EN ISO 3452, wo Oberflächenrisse in Betracht kommen.
  4. Weitergehende PrüfungUltraschall-, Durchstrahlungs- oder Laborprüfung über akkreditierte Prüfstellen, wenn der Befund unter der Oberfläche liegt.
  5. BewertungEinordnung nach Bewertungsgruppe, Vertrag und Ausführungsklasse; Folgen für Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.
Regelwerke

Worauf sich die Bewertung stützt

Bewertung

  • DIN EN ISO 5817 – Stahl
  • DIN EN ISO 10042 – Aluminium
  • DIN EN ISO 17637 – Sichtprüfung
  • DIN EN ISO 3452 – Eindringprüfung

Ausführung

  • DIN EN 1090-2 – Stahltragwerke
  • DIN EN 1090-3 – Aluminiumtragwerke
  • DIN EN ISO 3834 – Qualitätsanforderungen
  • DIN EN 1011 – Empfehlungen zum Schweißen

Personal und Aufsicht

  • DIN EN ISO 14731 – Schweißaufsicht
  • DIN EN ISO 9606 – Schweißerprüfung
  • DIN EN ISO 9712 – ZfP-Personal
Kontakt

Schweißverbindung prüfen lassen

Schildern Sie mir Bauteil, Werkstoff und Fragestellung. Ich sage Ihnen, welcher Prüfumfang zum Fall passt und welche Unterlagen ich dafür brauche.

Cemal Seker, M.Eng. | IWE
Sachverständigenbüro
An der Allee 148
55122 Mainz

info@metall-sv.de

Von der Handwerkskammer Rheinhessen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Metallbau, Konstruktionstechnik.